Patentanmeldung: 10 2005 007 521.5

Der große Vorteil liegt darin, das hinter der Kreiselegge keine Räder mehr kommen, die den Boden wieder verdichten und somit Kluten bilden. Somit ist die Dammfräse mit all ihren Nachteilen überflüssig.
 
Die Dammfräse war nur dazu da, die Bodenverdichtungen der schmalen, stark aufgepumpten Reifen des Legeschleppers, der Legemaschine und des Frässchleppers soweit zu zerkleinern, damit diese im Herbst durch die Siebketten des Roders fallen.  Dabei zerstört die Dammfräse sehr viel an Bodenstruktur und Bodengare und verursacht eine Frässohle. Weiterhin  werden durch das Wenden des Frässchleppers auf den Vorbeeten die angekeimten Kartoffeln zerstört und enorme Bodenverdichtungen verursacht, die den Ertrag schmälern und die Ernte verzögern und erschweren. Bei 80 ha Anbaufläche und einer durchschnittlichen Schlaglänge von 250 m ergibt sich eine Vorbeetbreite von 6,4 Kilometern ohne Spitzkehren. dabei werden ca. 4 ha Kartoffelfläche massiv beschädigt. Und irgendwann fragte ich mich: „Was mach ich eigentlich da. Will ich diesen Streß mein Leben lang machen?“
 
Bodenprimus legt die Kartoffel immer in Dammmitte ab, auch am Seitenhang. Dadurch werden die grünen Knollen auf ein Minimum reduziert. Analog dazu kann man die Legetiefe reduzieren Durch die großen, breiten Räder ist die Maschine kaum hangempfindlich und hat sehr wenig Seitendrift. Siehe auch Film.

Bodenprimus ist unabhängig vom Schlepper. Es können alle Reifenbreiten und Spurweiten eingesetzt werden. Dadurch sind Schlepper schnell austauschbar. Bodenprimus ist dadurch für Maschinengemeinschaften und überbetrieblichen Einsatz bestens geeignet. Weiterhin können Dämme und Beete beliebiger Zahl und Form angelegt werden, da keine Reifen mehr folgen.
Die Straßentransportbreite beträgt 3,10 m . Dammformblech ist breitestes Bauteil. Spurreißer einklappen und ab auf die Straße. Erteilung einer Ausnahmegenehmigung bei 3,10 m dürfte kein Problem sein.  

Bodenprimus ist für alle Bodenarten geeignet. Auf anmoorigen Flächen verhindern die breiten Reifen ein Versinken der Maschine. Auf schwerem Boden ( Bild,  85 Bodenpunkte, Vorfrucht Zuckerrüben, keine Frostgare wegen Schneelage) überzeugt der Bodenprimus ebenso. Die Kreiselegge wird  mit einer Kreiseldrehzahl von 150 U/min und 5 km/h gefahren. Dadurch zieht die Kreiselegge alle 25 cm einen Strich und vermeidet so eine Schmiersohle. Auch bei nassem Unterboden. Das Scheibenschar vermeidet ebenso die Schmierschichtbildung der normalen Standardschare mit allen pflanzenbaulichen Nachteilen. Die Kartoffelknollen werden auf den kapilaren Boden abgelegt, können schnell Wurzeln bilden und überstehen Trockenperioden wesentlich besser.
Durch das Arbeiten in der frischen Erde werden die Dämme stabiler aufgebaut. Bei der herkömmlichen Dammfräse werden die Dammflanken unterfräst und mit lockerer Erde neu aufgebaut. Der Dammkern ist fest und die Flanke locker. Nach Niederschlägen setzt sich die Dammflanke und der Damm reißt in der Mitte auf. Folge: grüne Knollen. Da die Dammfräse eine Sohle macht wird die Wasserversorgung unterbrochen. Weiterhin werden bei fortgeschrittenem Pflanzenwachstum Stolonen und Wurzelwerk zerstört. Unter trockenen Verhältnissen rutscht bei der Dammfräse die Dammflanke ab . Oder es muß sehr tief gefräst werden um feuchte Erde herauszubekommen. Dazu sind leistungsstarke Schlepper mit schmalen Reifen und viel Gewicht nötig. Der Kraftstoffverbrauch steigt enorm.


Ein weiterer Vorteil liegt in der Düngerausbringung vor der Saat. es können Breitreifen verwendet werden um große Düngerstreuer abzustützen ohne tiefe Spuren zu hinterlassen.  Man fährt nicht mehr auf den Kartoffeln herum. Der Dünger liegt mit Boden vermischt an der Knolle und ist somit sofort verfügbar. Dadurch wird das Wachstum beschleunigt und die Kältetoleranz verbessert. Als Option wird es einen Düngerstreuer vor den Rädern, mit exakter wegabhängiger Längs- und Querverteilung geben.

Sobald man mit dem Hauptfeld fertig ist, kann man die Vorbeete ohne weitere Bodenbearbeitung pflanzen. Durch die Breitreifen sind die Vorbeete kaum belastet und frei von tiefen Spuren. Es muß kein Schlepper vorgehalten werden um die Vorbeete wieder aufzureißen.
Auch bei Spitzkehren sind alle Dämme voll ausgebildet. Bei der herkömmlichen Dammfräse musste man entweder über die Dämme umsetzten, oder die Dämme blieben ungehäufelt, wodurch grüne Knollen entstanden. Auch kleine Felder lassen sich somit schnell sauber und vollständig pflanzen.  Es müssen keine „Wendeplatten“ freigehalten werden.

Ein weiter Vorteil liegt in einer größeren Zeitspanne für den Herbizideinsatz. Man kann die Dämme sich absetzten lassen. und hat trotzdem Zeit die Kartoffel nicht auf den „Kopf“ zu spritzen. Somit kann auch wieder Racer eingesetzt werden. Man kann auch auf unkrautbelasteten Flächen diese aufgehen lassen, und dann mit Glyphosat den ersten Schub Distel oder Quecke beseitigen.